Flüchtlinge willkommen!

Aktuell! Junge Flüchtlinge wohnen bei Ökobau

 

14 Jungen aus 8 Ländern haben bei Ökobau ein zumindest vorläufiges Zuhause gefunden. Auf Anregung von Helga Blümel, Geschäftsführerin der Diakonie Köln, haben alle Mitarbeiter gemeinsam innerhalb von vier Tagen aus Büros Schlafsäle und Aufenthaltsräume geschaffen, Waschmaschinen installiert und Betten aufgebaut. Am 21. September wurden die Jungen aus anderen überfüllten Einrichtungen abgeholt und können zumindest die nächsten Monate bei uns wohnen.

Vom ersten Tag an erhalten sie täglich drei Stunden Sprachunterricht und machen erste Ausflüge um ihre neue Heimat zu erkunden. Wir begleiten sie zu Ärzten und Behörden und sorgen dafür, dass sie sich bei uns wohl fühlen.

Es ist beeindruckend, zu sehen, wie die Jungen trotz unterschiedlicher Religion und Nationalität schnell zu einer festen und freundschaftlich verbundenen Gruppe zusammenwachsen, wie sie bis in die Nacht mit Feuereifer Vokabeln und Aussprache üben und sich an der Gestaltung ihres noch sehr provisorischen Alltags beteiligen.

Es ist genau so beeindruckend, dass sie nicht nur von den Mitarbeitern sondern auch von allen Teilnehmern unserer Maßnahmen herzlich aufgenommen wurden.

Alle zusammen sind wir begeistert über den Zuspruch aus der Nachbarschaft.

Bei einem spontane Treffen mit Mitgliedern beider Kirchen boten viele Nachbarn ihre Fähigkeiten an. Vom Gitarrenunterricht über die Sprachförderung und die Begleitung zu Ämtern bis zu gependeten Sportgeräten reicht die Unterstützung.

Lehrer und Schüler des Erich-Kästner-Gymnasiums erklärten sich bereit, die Jungen in den Sportunterricht aufzunehmen; nach den Herbstferien werden sie Mittags in der Mensa essen und werden darüber sicher schnell Anschluss zu Gleichaltrigen finden.

 

 

Auch in unsere Arbeitsgelegenheiten kommen viele Flüchtlinge, die unsere Angebote nutzen, um erste Schritte in unsere Gesellschaft zu gehen. In allen Arbeitsbereichen der Ökobau sind mittlerweile Flüchtlinge beschäftigt, vom syrischen Akademiker, über den Rom mit großen handwerklichen Fähigkeiten aus Mazedonien bis zum Jugendlichen aus Ostafrika, der als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling Anschluss und Ausbildung sucht.

Diesen Menschen bieten wir einen geschützen Rahmen, in denen sie sich über die Beschäftigung einen ersten Einblick in unsere komplexe Arbeitswelt verschaffen können. Die tägliche Anwesenheit und unser guter Kontakt in das Kölner Hilfesystem ermöglichen eine intensive Unterstützung der Flüchtlinge bei anstehenden Schwierigkeiten.

 

Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz und unterstützt von der Stadt Köln, dem JobCenter Köln und den Abfallwirtschaftsbetrieben bietet die Ökobau eine Fahrradwerkstatt an. Bewohner eines benachbarten Flüchtlingswohnheimes können sich, unterstützt durch freiwille Teilnehmer unserer Maßnahmen ein eigenes Fahrrad zusammenstellen.

 

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